Neulich auf einer Friedensdemo…

MENSCHHEITSFAMILIE – Gewöhnt euch an diesen Begriff, denn er birgt mehr Wahrheit als alle anderen Versuche, uns friedlich zu vereinen.

Was hat es mit dem Foto auf sich? Ganz einfach: Der alljährliche Ostermontag, sein Marsch für den Frieden, und der Versuch meine Gefühle angesichts der kranken Gesellschaft, auf den Punkt zu bringen. Ich kann nicht so viel bluten, wie ich mich für die Politik meines Landes schäme. Kassel ist das Städchen mit dem hässlichsten Kulturerbe, das ich kenne. Auch deswegen beschlossen wir damals mit Tumult zu starten. Still sein ging nicht mehr. Irgendwann ist man dann halt erwachsen genug, seine eigene Stimme einzusetzten. Auch wenn es wehtut.

Mit unserer Musik seit 2014 also der Versuch, Menschen zu verbinden. In welchem Sinne des Wortes auch immer… Tumult ist für mich, als junger Kunstschaffender, eine Möglichkeit der Aussprache geworden, und ein Ansatz, die Themen, die da brennen in der Gesellschaft, anzunehmen, zu verstehen und meine Sichtweise auf das Geschehen weiter zu geben. Dieser Vereinigung sei Dank, kommen wir hoffentlich noch oft zusammen, und wandeln was geht. Gemeinsam als Menschheitsfamilie, mit allen Farcetten, die sich uns da eben zeigen!

„Ich möchte eine Welt,(…)“

Ich brauche einen Veranstalter, der mit uns als Band in der Lage ist inhaltlich so zusammen zu arbeitet, dass bei einem Auftritt das Konzept „TUMULT“ durch kommt, ja noch erweitert wird! Ich will Veranstalter, dessen Einstellung wir, mit Hilfe unserer Songs, anschieben, verdeutlichen! *Grillen zirpen* …

So Freunde. Wir würden eure Münder ja gerne mit honiglichen Auftrittsversprechen umschmieren, nur können wir das nicht! Es sieht so aus, als wären wir nicht das was Veranstalter gerne verkaufen täten. Für die junge Kunstbühne zu alt, für die Kneipen zu laut, für Festivals zu ungriffig. Es gibt Zusagen, ja. Aber die reichen uns nicht. Wir wollen mehr, wir wollen alles! An Visionen, wie der perfekte Gig auszusehen hat fehlt es uns nicht. Auch nicht an dem technischen, dem organisatorischen Verständnis!

Ihr merkt woraus das alles hinaus läuft. Ein eigenes TUMULT Festival mit querchen Bands, die da schallen und wallen, jedoch in keine Niesche passen.

Holy s**t. 2019, zieh uns warm an. FORTSETZUNG FOLGT

Was ist Tumult, für eine Großstadt?

Nun, Auftritte wachsen nicht auf Bäumen. Heißt das, wir können aktuell nichts von unserer Musik, für Kassel tun? Nein.

Pascal, unser Drummer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieser Stadt Klänge zu hinterlassen, die es so hier noch nicht gibt. Hier und da wird er auftauchen. In Fußgängerzonen, auf Plätzen, Dächern, in Parks. Solltet ihr ihn finden, schenkt ihm eine Pommesgabel!

Zu erkennen ist der große schwere Mann an ganz harmonisch, leisen Tönen. Sie können einem schon mal Harfenähnlich erscheinen, vielleicht meint ihr Glocken zu hören.

„Meditativ wird`s.“, verspricht Pascal. Ein Grund, mal einen Gang runter zu schalten und sich und seine Sorgen zu vergessen.

Bei Erfolgen mit der Auftrittsbuchung halten wir euch auf dem Laufenden! Wir haben viele Veranstalter angeschrieben.

Tumult schreiben wieder neue Songs, haben aber ein fertiges Programm von 1 Stunde 15 Minuten. Bunt gemischt ist es, von „Hart wie Stein“ über „Texan Spice“ zu „Answer“, einem ganz neuen Song. Lasst euch überraschen was diese Woche noch kommt, und bleibt gesund. Wir sehen uns.

TUMULT

Neues aus der Tumult-Küche!

Der erste Clip aus der Serie „TUMULT one-shots“ ist unterwegs! Das Konzept: 1 Take für alles. Schmutzig, live und direkt, ungeschönt. Wir geben uns 1 Song, den wir 1 mal live im Proberaum spielen. 1 mal gehen wir mit der Kamera gaaanz nah für euch ran. 1 Tag für Schnitt und die Postproduction, und ab dafür!

Ihr bekommt Einblicke in die aktuellen Perlen der TUMULT-Songs aus dem Jahr 2018, die ihr euch nun immer wieder ansehen könnt! In Farbe!!

Na, wenn das nichts ist!

Familienzuwachs! Herzlich willkommen

In der neuen Brüderkirche, Weserstraße 26 wird es etwas TUMULT geben. Pascal spielt sein erstes kleines Gottesdienstbegleitendes Konzert auf der RAV VAST.

Allen, die von dort aus zu dieser Seite finden sei gesagt: Hier seid ihr richtig wenn es um weitere Termine geht, wann die Band Auftritte gibt, oder wann Pascal wieder Einzelauftritte mit der RAV VAST gibt. Schön, dass ihr da seid! Regelmäßig gibt es hier auch kleine Geschichten zu unseren Schritten als Kunstschaffende in Kassel, so wie Ton Aufnahmen und Videomaterial!

Eine erfüllende Nacht…

Welche Klänge füllen deinen Alltag? Was ist typisch, tickig, tackig? – Ach ja, ich bin in Kassel – die Straßenbahn singt auf dem Gleiskopf. – Ach, ich muss im Büro sein, der Kaffee kocht. Ich muss im Büro sein, ich muss so sein. Ich will hier rein und mach das fein.

Und dann?

Russland hat mir eine RAV VAST geschenkt. In dieser Nacht habe ich Kassel das erste mal mit ihrem Klang gefüttert. Mein erstes Konzert gab ich, auf dem Dach des Brüder Grimm-Museums. Die Sterne waren da und auch der Mond. Als Sichel schob er sich links neben den Herkules und hinter dem Habichtswald schließlich.

Eine gute Zeit habe ich gewählt. Bevor es all zu voll wurde, mit sich abfüllenden jugendlichen Ghettomastern. Bevor sich da „gebattelt“ wurde mit JBL’s und RAP. Ja, kurz durfte sie schwingen, die „B-Kurd RAV“ über dem Park erklingen. Und was da eben noch so wichtig schien zu erzählen, zu erwägen und sich zu plagen, brach ab. Die Metalltrommel hat’s genommen. Victory. Stille. Danke.

Eine erfüllende Nacht war’s für mich. Ich danke allen die da waren und mir halfen meine Freude mit diesem Instrument noch zu vergößern.

Bis bald Freunde der Nacht. Pascal schließt euch alle in’s Nachtgebet ein.

 

 

 

Der Sommer und seine Früchte (ein Versuch der Rekapitulation jener Monate)

…Dieses Foto stammt von einem treuen Fan von TUMULT. Es kam an jenem Morgen als Handyfoto. „Schau mal, was der Herbst uns bringt!“, schrieb sie…

 

„In manchen Städten Deutschlands hat die Sonne mit ihrer Hitze die Straßen zerrissen. Sie teilte Erden, Beläge, Asphalte, wie andere ihren Milchschaum auf der Tasse Kaffee.“

Haben wir vergessen mit wem wir uns da anlegen? Was ist das Result dieser ohnmächtigen Monate? Leuterung.

Den Sommer über lernten die Bandmitglieder dieser Band, was es heißt in praller Sonne auf der Straße zu sitzen. Mit Demoaufnahmen im Schoß. Mit Wünschen im Rucksack. Mit Ideen, die so oft nicht schlafen ließen. Mal mit geballter Faust standen wir, mit Verdruss, Ehrgeiz. Aber alles war nichts. Wir waren der Hitze ausgeliefert und mussten uns geschlagen geben.

Herbst nun.

Die Natur wird milder, ändert in bunte Kleider. Was ist in dieser Zeit mit uns geschehen, wie hat dieser Sommer uns verändert?

Der 03.10.2018 muss es gewesen sein. Ein Foto erreicht mein Whatsapp. Dann überschlagen sich Ereignisse.

Später am Tag reicht uns jemand die Hand. Heute sprach uns jemand an, ein Vermieter, dem ich länger zuvor einmal half:“ Ich habe von eurer Situation schon früher gehört und nun bin ich in der Lage euch etwas anzubieten. Nehmt diesen Raum, eure Not soll nicht mehr länger sein.“

So ein Geschenk kann nur ein breites Lächeln besiegeln… Ist das wahr!? Wir haben wieder einen Raum, den wir uns leisten können, nach einem halben Jahr!

DIE ZEIT DER ENTBEHRUNG IST UM

Die Freude, die ich in dieser Botschaft bekam, die Erleichterung, die wir spürten, ist vielleicht mit der Schönheit der Farben dieser Ahornblätter zu beschreiben.

Und so verbleiben wir erst einmal, Sommer. In Demut und dankbar, als deine musikalischen Früchte vom „Baum TUMULT“.

Und der Herbst ist doch auch zum schmecken da!

Die Avalonsche Art…

 

(Nun, da sitzt sie schon und spielt!)

Und man hört sie von Weitem, spielt mit dem Gedanken, hier kurz zu verweilen, es könnte nicht schaden. Erstaunen fand ich da. In der Nordstadt nahe Eisenschmiede turnt sie oft. „Heute Abend noch bis 21:30 Uhr vorm EDEKA!“, sprach sie. „Avalon“, stellte sie sich vor. „Der Name kam zu mir irgendwann“, da nahm sie ihn an.

Und wer hier dichtet, neben Proberaumsuchaufgabe, Verwirklichungsplanungen, Daseinsbemühungen, ist wohl auch nicht Pascal. Es ist viel mehr die Freude aus der Tiefe, die da mit gespielt hat, von der ersten Strophe an.

Meine Begegnung mit dieser außergewöhnlichen Person habe ich, der kleine Vogel im Baum, für euch auf einem Zettel skizziert. Findet sie auf Facebook! Sie betreibt aktive Friedensarbeit in Sang und Klang und mehr. Bei mir hat sie es geschafft, außerhalb der Box zu denken. Und es wirkt noch. Danke!

Avalon Pleiades 

Tofu-Kassel – eine Milliarde Stück verkauft…

Und weiter führt unser Weg, von einer verlassenen Immobilie zur Nächsten. Viertelkenner erahnen, was sich hier gerade manifestieren will, in Kassel Ende September 2018.

Wieder einmal scheint es, als gäbe es keinen fertigen Raum für Tumult, aber viel Weg und Arbeit um einen Raum, nicht nur für uns, sondern für die gesamte Musikszene in Kassel, zu schaffen! Im kleinen Rahmen haben wir es bereits ein mal geschafft, bis es im Februar dann vorbei war. Wir haben unseren Proberaum aufgegeben, um im Jetzt nicht stehen zu bleiben und uns weiter zu entwickeln, uns selbst zu überraschen und zu wachsen! Wieder einmal liegt es an uns, zu schaffen was in dieser Stadt schon seit Jahrzenten so unmöglich scheint.

Anders kann ich mir das gestrige Treffen mit den Betreibern, einem Zimmermannsmeister und engagierten Musikern der Kasseler Szene, nicht erklären. Wir alle hatten gestern den selben Spirit im Blick: Einen Ort der freien Subkulturskunst neu zu erfinden und zu etablieren. Zugängig für alle Kunstschaffende. Bezahlbar!

Was so schön klingt muss geschafft werden. Menschen müssen es schaffen. Es darf nicht drücken, schwer sein, lähmen. Es darf nur das schönste sein, was wir tun können. Dann lieben wir es und diese Liebe wird unser Zahlungsmittel ersetzen, ja erweitern. Dieses Gebäude will, wie jedes Gebäude mit Vergangenheit, verstanden und angenommen werden. Mit all seinen Schwierigkeiten, Nachbarn, und dem was es einzigartig macht. Das gilt es wohl zu verstehen. Dort liegt der Schatz begraben, der Funke. Wenn ich den habe, dann werde ich davon erzählen. Jedem einzelnen.

Tumultfans, bleibt gesund. Liebt was ihr tut, so wie wir. Nennt uns das Stück Tofu auf der Tafel, in DER Ahlen-Worscht-Metropole Hessens. Nennt uns verrückt. Das ist der einzige Weg wie wir gemeinsam nicht die Millionen, aber die Milliarde knacken!